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Reparatur pur

  • vespabros
  • 14. Mai 2022
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 17. Mai 2022


Weil wir nicht wussten was uns erwartet, hatte Dirk mich um 7:30 Uhr aus dem Bett geworfen.

Ein schnelles Frühstück und auf zum Ort des Geschehens.

Zwei Erwachsene auf einer Vespa muss ein Bild für die Götter sein.

Zum Glück gibt's davon kein Foto.

Wir hatten die Liegengebliebene am Vortag an einer Tankstelle stehen lassen und da wartete die Diva noch voller Ungeduld auf ihre Maskenbildner.

Nachdem wir noch einen vergeblichen, eher verzweifelten, Versuch unternommen hatten, zu starten, war uns klar, dass der Zylinder runter muss um den Blick auf das Desaster freizugeben.

Also hatten wir den Motor abgesenkt, um nach entfernen des Zylinders festzustellen, dass ein fetter Klemmer für ein Versagen der Kompression gesorgt hatte.

Die meiste Zeit ging nun dafür drauf die Kolbenringe wieder frei zu bekommen.

Als wir das geschafft hatten, waren wir guter Dinge.

Große Enttäuschung, als wir alles wieder zusammen gebaut und einen erwartungsvollen Startversuch unternommen hatten.

Irgendwo blockierte der Kolben.

Bei einer Kaffeepause (das Zelebrieren von Kaffeepausen ist in Kroatien besonders wichtig) an der Tankstelle fiel es Dirk wir Schuppen aus den Haaren.

"Ja klar, uns ist ne Papierdichtung zerbröselt. Der Millimeter fehlt jetzt und der Zylinder schlägt am Kopf auf."

Kann das?

Aber Dirk hatte sich schon kurzerhand auf den Weg gemacht eine neue Dichtung zu besorgen.

Zurück kam er mit etwas zum Selberschneiden.

Kein Problem!

Also schnipselten wir ein wenig rum und haben nochmal von vorne angefangen.

Auspuff ab, Reifen runter, Motor abgesenkt und den Zylinder wieder runter.

Dichtung drauf, alles wieder zusammen gebaut und es erfolgte ein erneuter Startversuch.

Verdammt... Der Zylinder blockierte immer noch.

Jetzt erst mal nur den Zylinderkopf runter und geschaut, ob wir erkennen, wo es denn hakt.

Wir stellten fest, dass sich die Zylinderkopfdichtung so verschoben hatte, dass der Kolben nicht daran vorbei ging.

🤦 Das hätten wir eher sehen können.

Neue Zylinderkopfdichtung und alles wieder zusammengeferkelt.

Nach 3x kicken hörte es sich dann auch so an, als ob sie laufen wollte.

Aber mehr als ein Aufbäumen war nicht zu vernehmen.

Vielleicht möchte sie angeschoben werden. Also haben wir die Dame, bei mittlerweile gefühlten 40 Grad, die Straße runter und wieder rauf und nochmal im Kreis geschoben. Ohne Erfolg! Verzweiflung bei mir.

Dirk warf nochmal einen Blick auf das "Gesamtkonstrukt".

"Du, Thomas. Wenn so ein Motor laufen soll, braucht's nen Vergaser."

Ja, Danke. Aufgrund des Absenkens vom Motor, hatte sich der Vergaser gelöst und so konnte natürlich nichts starten.

Eine Schraube gelöst, Vergaser aufgesteckt, Schraube wieder festgezogen.

Kaum macht man mal was richtig, geht's auch! *vrooooommm*


um Schluss

Zum Schluss bleibt noch zu erwähnen, dass wir, zum Befestigen der Lufthutze, eine Blechmutter vermisst haben.

Die Befürchtung war, dass wir sie versehentlich weg geworfen hatten.

Also hat Dirk sich nochmal den Müll vorgenommen.

Gefunden haben wir sie dann irgendwo auf der Straße.

Ach ja, und wer beim Besuch der Insel die Augen aufhält, darf sich gerne neben uns verewigen:


 
 
 

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