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Abbau, Umbau, Anbau... alles neu!

  • vespabros
  • 6. Mai 2022
  • 6 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 12. Mai 2022



Was sich der kleine Köcky einmal in den Kopf gesetzt hat, MUSS auch umgesetzt werden.

Als erstes muss das Pornoblech (bei manchen beliebtes Riffelblech) runter. Das war aber nicht mit den originalen Löchern befestigt. Also die Vespa erst mal zum Lackierer, der die Löcher zuschweißte und den ganzen Unterboden neu lackierte. Wenn schon einmal beim Lacker, dann auch mit Unterbodenschutz versiegeln, Neulack von Staufach , Kotflügel, Schaltrohr und Lenkkopfabdeckung.


Die nächste Frage war: Befestige ich die Trittleisten mit den originalen Nieten und dem Waffelmuster oder verschraube ich es? Am Ende fiel die Entscheidung auf das Verschrauben, aber geh mal in den Baumarkt und kauf M3 Schrauben mit selbstsichernden Muttern. Also musste ich die Mindermenge online bestellen. Nachdem ich ein Gummi 3x abgeschnitten habe und es immer noch zu kurz war, durfte ich die Meterware nochmal kaufen.


Der Umbau Kotflügel war dagegen sehr einfach. An der Stelle nochmal lieben Dank an Holger und Torsten. In dem Zug habe ich dann gleich das Lenkkopflager, die Stoßdämpfer Anschlaggummis, die Tachowelle und den Bremszug für meine Grimeca gewechselt. Der Zusammenbau war schon wieder schwieriger.


Natürlich sollte dem Motor auch wenigstens ein paar Pferdchen eingehaucht werden. Eine PoliniBox, 12PS Zylinder mit GS-Kolben und leichtes Polrad sollte mir für die Tour erst mal genügen. Ach ja, man muss den Motor absenken um den Zylinder runter zu bekommen... Solche Dinge vergisst man auch wieder nach 15 Jahren, nur blöd, dass ich gerade erst den Vergaser wieder drauf hatte … also wieder runter. Fazit: 95 km/h sind eine MEGA Enttäuschtung, da ging der originale 10 PS besser.


Alle Züge inkl. Hülle wechseln. Endlich mal ein Punkt den ich so stehen lassen kann…


Es folgten Kleinigkeiten wie Rücklicht und Blinker farblich ändern. Tja, bestellen und anbauen geht leider nicht. Der Chromrahmen vom Rücklicht war so miserable, dass ich ihn mit der Dose schwarz lackierte. Die schwarzen Blinkergläser von BGM mit E-Nummer passten hinten super, aber vorne leider gar nicht. Geld wurde erstattet, kein Problem! Danke SCK. "ABER ICH WILL SCHWARZE BLINKER", sagte das stampfende Kind in mir. Also ab zu meinem Lackierer, der mir die originalen weißen Gläser lasierte.


Was ist rund und dreht sich (Teil 1)? Nein, kein Popel … das Vorderrad! Allerdings fühlte es sich an wie ein verfluchter Popel, der nicht weg gehen wollte.

Alles fing damit an, dass ich irgendwann bei Facebook einen Beitrag der @Blechgefährten sah, dass sie das Spinnennetz der Grimeca Trommel abdrehen können. "Oh, sehr schick. Haben will“, dachte ich! Also ab damit zum Timo. Lieben Gruß für den sehr fairen Service! Herzlichen Dank.

Nach ein zwei Tagen, kam die Nachricht! „Du, die kann ich dir nicht abdrehen, die hat ja eine ganz andere Aufnahme! Was ist das?“

Ich: „Wie, was ist das? Eine Grimeca Trommel! Wieso? Passt die nicht?“

Timo: „Ne, das ist keine Grimeca, die hat ne ganz andere Aufnahme für die Scheibe. Ich bekomme die nicht in meine CNC gespannt. Da müssen wir einen anderen Adapter basteln wenn du die Kosten trägst.“

Ich, nach einer Stunde googeln: Oh Mist, das ist eine Grimeca! Allerdings eine sogenannte "Suppenschüssel" und die gibt es seit 15 Jahren nicht mehr! Das lohnt sich nicht.

Verdammt was sich so alles an einer 40 Jahre alten Vespa trotzdem noch ändern kann. Aber nach kurzer Recherche stand fest: Der Aufwand lohnt nicht!

Da -A- die Bremsbeläge nicht mehr sooo doll waren und -B- die Suppenschüssel als Ersatzteil nicht mehr lieferbar ist. Aber -C- wollte ich immer noch das Spinnennetz weg haben. Dann hole ich mir lieber gleich ne schwarze Achsaufnahme, neue Trommel bereits ohne Spinnennetz und ne neue Wave-Scheibe.

So, alles da! Dann schrauben wir den Krempel mal fix zusammen! Verdammte ka… . wieso klemmt nun die Scheibe am Bremssattel fest? Verfluchter sch… . Da fehlt auf der Achse eine Unterlegscheibe 0,5 mm. Zweiter Versuch: Verfluchter sch … ka … mistdreckka … ! Wieso passt die Tachoschnecke nicht mehr? Tja, bei der neuen Achsaufnahme muss die Schnecke der Lusso rein und nicht mehr PX alt.

Dritter Versuch: Himmel Arsch und Zwirn! *SchraubenschlüsselFliegtInDieEcke* Wieso passt der Stoßdämpfer nicht mehr? Das hämisch, grinsende Teufelchen auf der Schulter sagt: „Na, weil sich das Abdeckblech der Tachoschnecke geändert hat. Das ist nicht mehr oval, sondern verjüngt!"



Vierter Versuch: „Thomas, kannst die Tour absagen, ich hab das Gewinde der Vorderachse rund gedreht!"

Dabei war doch alles montiert und ich hatte mir im GermanScooterForum (GSF) die NM für die Vorderradmontage rausgesucht... hmm … 90 NM ... ganz schön viel. Na, nimm mal lieber 80 NM. War trotzdem noch zu viel und zack dat Ding war durch!

Na gut, nach einer weiteren Runde kotzen, bestellte ich mir 2 Frässtifte um die Mutter wieder zu entfernen. Was soll ich schreiben? Wenn einmal scheiße, dann … . Es kam doch tatsächlich der Karton mit einem Riss an und ein Frässtift war weg!!!


Positiv denken, Dirk, du kommst mit dem einen Frässtift aus. Jedoch hatte das Gewinde der Achse einen mitbekommen. Was tun? Achse tauschen oder Gewinde nachschneiden? Da ich nichts zu verlieren hatte, versuchte ich das Gewinde zu reparieren, aber welche Steigung hat das Gewinde? Leider findet man dazu im GSF verschiedene Angaben. Schließlich bestellte ich mir *ratz fatz* ein Schneideisen mit 1,5 Steigung per Amazon. Prime-Kunde hat bei solchen Problemen echt Vorteile. Am nächsten Tag war das Ding da und mein Glück verließ mich diesmal nicht. Das Vorderrad war endlich fest!


Was ist rund und dreht sich (Teil 2)

Es ist schwarz und nennt sich Reifen!

Die Chromfelgen setzten schon Rost an und passten optisch gar nicht in mein Konzept! Neue Felgen sollten die Lösung sein! Ich entschied ich mich für eine einteilige Alu-SIP-Felge! Ganz ehrlich: Scheißding!

Die Montage des Heidenau K80SR war eine Katastrophe bei meiner Reifenbude! Der Reifen rutsche mehrfach auf der Felge. Die Maschine schaffe es nicht, den Reifen über das Felgenbett zu ziehen. Man schloss schon wetten ab, ob der Reifen reißt. Nach einem Telefonat mit SIP und einem Versuch auf einer anderen Maschine klappte es dann doch. Allerdings mit dem Ergebnis, dass beide Reifen eine massive Unwucht haben! Das lässt sich jetzt bis zur Abfahrt nicht mehr regeln und ich fahr so!

Bei einer anständigen Restauration gehört auch die Revision des Tanks dazu. Plan war eine anständige 2K Versiegelung. Zutaten gekauft und mit einem hochtechnischem Chemielaboraufbau ab ans Werk!

Ich wusste, dass die Versiegelung nach der Anwendung 9 Std. bei stetiger Durchlüftung zum aushärten braucht und die Dose vor der Anwendung gut geschüttelt werden muss, bevor der Härter hinzugefügt wird.

Während ich die Anleitung lese, schüttel ich also so vor mich hin...

Ich schüttel und schüttel... Erst die Dose, dann den Kopf! NEUN TAGE soll das Ding nach dem Prozess bei Zimmertemperatur aushärten!

Keine Zeit dafür! Dann bleibt der scheiß Tank eben so und wird nicht versiegelt.


Braucht jemand eine FertanFedox Tankversiegelung?


Von einer Probefahrt kehrte ich mit einem defekt der Blinker zurück. Dass daraus eine Ich-tausch-fast-die-gesamte-Elektrik-aus-Geschichte wurde, war für mich unvorstellbar! Nachdem ich alles geprüft hatte, konnte ich keinen Defekt feststellen und in 3 Tagen soll die Tour starten. Mir lief die Zeit davon. Schließlich wollte mein Chef mich ja auch noch im Büro sehen! Also fuhr ich die Dame zur Rollerklinik Olli Jesche: "Da, mach mal, ich hab`s eilig!"

Lieben Gruß an der Stelle für die schnelle Hilfe!


Tatsächlich waren mein Lithiumakku und der Blinkerschalter defekt. Leider sollte es dabei nicht bleiben und ich sagte noch zu Olli 2 Tage vor Abfahrt bei der Abholung: „Hmm, komsich! Die sollte eigentlich auch ohne Akku bei Drehzahl blinken.“

Olli: „Mit Akku blinkt die schon, versprochen“!


Ok, seine Worte in … . Jedoch lies es mir auf der Heimfahrt keine Ruhe. Du hast sie doch damals ohne Batterie zum Lackierer gefahren und bei Drehzahl funktionierte es! Langsam kam in mir der Gedanke: „Was, wenn der Ladestrom fehlt und es nur so lange blinkt bis der Akku/ Batterie leer ist?“


Kaum zu Hause, testete ich mit einem Netzteil die Funktion. Ja, mit Strom blinkt wieder alles. Gute Arbeit Olli, aber es lag auch tatsächlich keine Ladespannung an. Ok, Pest UND Cholera!


Schnell den Schaltplan studieren und das gelbe und lila Kabel vom Spannungsregler auf Wechselspannung prüfen. Da bei Gelb nur 3V anlagen, schraube ich fix die Kabelbox der ZGP auf und fummelte kurz am gelben Kabel. 40 Jahre heiß und kalt im Wechsel waren wohl zu viel. Es zerbröselte in meiner Hand!


Es war schon Mittwoch. Entsprechend war meine Laune!


Donnerstag ab zum SCK ne neue ZGP kaufen und ich habe, Gott sei Dank, noch einen Laderegler mitgenommen. Auf die 30 € kommt es jetzt auch nicht mehr an.


Ach ja, auf dem Weg dahin verlor ich noch meinen Führerschein, da ich ja unbedingt auf der Landstraße die Unwucht der Reifen an meinem Pkw testen wollte (Ja, die Reifen des PKW’s hatten auch eine Unwucht). Wie mein Glück oder der Zufall es will, steht natürlich genau auf dieser, meiner Reifenunwuchtteststrecke ein verdammter Blitzkasten. 120 km/h in der 70er Zone!


Also wieder ab an meine Blechvespa und spendierte ihr die neue Zündung. Natürlich hat sie die Pest, Cholera UND Läuse! Es lag immer noch keine Spannung am grauen Kabel an, das zum Blinkerrelais geht. Gut, dass ich den Laderegler mitgenommen habe! Nachdem auch dieser verbaut war, diagnostizierte ich, außer Pest, Cholera und Läuse, auch noch Flöhe. Denn das Relais war auch platt. Soviel zu dem Spruch, das ging gestern doch noch! Da ich nicht wieder 2h Fahrt zum SCK + Ticket einplanen wollte, ging es diesmal zu POLO. Relais ist Relais und 12V sind 12V.


An der Stelle nochmal eine Danksagung. Uwe vom SCK hat mir schnell und unkompliziert am Telefon einige Fragen beantwortet!


Der Plan ging auf, zwar blinkt die Kontrollleuchte im Cockpit kaum, da das POLO Teil gegen Masse schaltet, aber das ist mir für die Reise Wurst. Endlich bepackt war es Donnerstag 22 Uhr. Morgen geht es um 11:30 Uhr, direkt nach meinem langweiligen Bürojob, los und ich weiß, dass ich viele kleine Probleme und Umbauten schon verdrängt habe!


-Dirk-







 
 
 

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